- Agnostizismus
- Die Auffassung, dass die Existenz Gottes unbekannt oder mit den verfügbaren Mitteln nicht sicher entscheidbar ist.
- Apologetik
- Die begründete Darlegung und Verteidigung des Glaubens. Gute Apologetik nimmt Einwände ernst und prüft ihre eigenen Argumente.
- Apostel
- Griechisch für Gesandter. Jesus beauftragte besonders die Zwölf als Zeugen und Boten. Auch Paulus wird Apostel genannt.
- apostolisch
- Von den ersten beauftragten Boten Jesu ausgehend und mit ihrer Lehre und Sendung verbunden. Die Kirche bewahrt diesen Glauben und Auftrag durch die Zeiten.
- Auferstehung
- Gott hat Jesus nach seinem wirklichen Tod zu einem leiblichen, verwandelten und unvergänglichen Leben auferweckt. Gemeint ist keine Rückkehr in das frühere Leben.
- Beichte
- Der Gläubige bekennt einem Priester persönlich seine Sünden. Der Priester spricht ihm in Christi Namen Gottes Vergebung zu und versöhnt ihn mit Gott und der Kirche.
- Bekenntnis
- Eine kurze, verbindliche Aussage dessen, was Christen gemeinsam glauben und öffentlich bezeugen.
- Bischof
- Der durch kirchliche Weihe beauftragte Leiter der Kirche in einem bestimmten Gebiet. Gemeinsam mit den anderen Bischöfen und dem Papst führt er den Dienst der Apostel fort.
- Christus
- Christus heißt auf Griechisch der Gesalbte und entspricht dem hebräischen Messias. Christen bekennen Jesus als den von Gott gesandten Retter und Herrn.
- Diakon
- Ein durch kirchliche Weihe beauftragter Diener. Er verkündet das Evangelium, hilft im Gottesdienst und trägt besondere Verantwortung für tätige Nächstenliebe.
- Erscheinungsbericht
- Ein Text, der berichtet, dass ein Mensch oder eine Gruppe dem auferstandenen Jesus begegnet ist.
- Eucharistie
- In der Heiligen Messe schenkt Jesus sich unter den sichtbaren Zeichen von Brot und Wein wahrhaft als seinen Leib und sein Blut. Die Kirche feiert dabei seinen Tod und seine Auferstehung.
- Evangelium
- Griechisch für gute Nachricht. Zuerst ist damit die Botschaft von Jesus Christus gemeint. Die vier Evangelien sind ihre schriftlichen Berichte.
- Ewiger Sohn
- Jesus Christus ist der Sohn Gottes: von Ewigkeit her wahrer Gott und nicht erst mit seiner Geburt entstanden. Er wurde Mensch, ohne aufzuhören, Gott zu sein.
- Gemeinde
- Eine örtliche Gemeinschaft von Christen, die gemeinsam glaubt, betet, Gottesdienst feiert und ihren Glauben lebt.
- Gottesdienst
- Die gemeinsame Verehrung Gottes, besonders durch Gebet, Bibellesung, Predigt, Gesang und Eucharistie.
- Heilige Messe
- Der zentrale katholische Gottesdienst. Die Gläubigen hören Texte aus der Bibel, beten gemeinsam und empfangen Jesus unter den Zeichen von Brot und Wein.
- Heilige Schrift
- Die Bibel mit dem Alten und dem Neuen Testament. Die Kirche glaubt, dass ihre Bücher unter der besonderen Führung des Heiligen Geistes entstanden sind.
- Jünger
- Ein Mensch, der Jesus folgt, von ihm lernt und sein Leben an ihm ausrichtet. Zum engeren Jüngerkreis gehörten die Zwölf.
- Katechismus
- Eine geordnete Zusammenfassung der katholischen Glaubenslehre. Der Katechismus der Katholischen Kirche ist ihr weltweiter Bezugstext.
- Kerygma
- Griechisch für Verkündigung. Gemeint ist die Kernbotschaft: Jesus Christus starb für unsere Sünden, ist auferstanden und ruft zu Glauben und einem neuen Leben mit Gott.
- Kirche
- Die von Jesus gegründete und gesandte Gemeinschaft aller Gläubigen. Sie ist sichtbar geordnet und zugleich durch den Heiligen Geist mit Christus verbunden.
- Märtyrer
- Ein Mensch, der wegen seines Glaubens getötet wird und darin Zeugnis für seine Überzeugung ablegt.
- Messias
- Hebräisch für den Gesalbten. Zur Zeit Jesu verbanden Juden damit unterschiedliche Hoffnungen auf Gottes rettendes Handeln.
- Naturalismus
- Die Auffassung, dass die Natur und ihre Vorgänge alles umfassen, was existiert.
- Presbyter
- Presbyter heißt auf Griechisch Ältester; daraus stammt das deutsche Wort Priester. Presbyter dienten gemeinsam mit dem Bischof der Gemeinde.
- Priester
- Ein vom Bischof geweihter Diener der Kirche. Er verkündet das Evangelium, feiert die Heilige Messe, spricht in Christi Namen Vergebung zu und begleitet die Gläubigen.
- Sakrament
- Ein von Christus eingesetztes sichtbares und wirksames Zeichen, durch das er dem Menschen seine rettende Nähe und sein Leben schenkt.
- Sünde
- Eine freie Tat, ein Wort oder eine Haltung gegen Gottes guten Willen. Sünde verletzt die Gemeinschaft mit Gott, mit anderen und mit sich selbst.
- Taufe
- Der Mensch wird mit Wasser übergossen oder darin untergetaucht und im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft. So wird er mit Christus und seiner Kirche verbunden und empfängt Vergebung und neues Leben.
- Theismus
- Die Auffassung, dass ein persönlicher, vernünftiger Gott der Ursprung der Wirklichkeit ist.
- Tradition
- Hier bedeutet das Wort eine überlieferte Botschaft. Paulus verwendet eine Formulierung (1 Kor 15), die er nach eigener Aussage empfangen und weitergegeben hat.
- Überlieferung
- Die Weitergabe des empfangenen Glaubens durch Verkündigung, gemeinsames Leben und Schrift. Sie begann mündlich und wurde auch schriftlich bewahrt.
- Umkehr
- Die bewusste Abkehr von der Sünde und Hinwendung zu Gott. Sie umfasst eine neue innere Haltung und konkrete Schritte im Leben.
- Wahrer Mensch
- Jesus wurde vollständig Mensch mit einem menschlichen Leib, Verstand und Willen. Er teilte unser Leben und blieb ohne Sünde; zugleich ist er wahrer Gott.